Fit für den Wahlkampf – Juso-Seminar in Wolfsburg

 
 

Flyer verteilen an Infoständen im Stadtzentrum? Wer im Bundestagswahlkampf die junge Wähler*innenschaft ansprechen will darf nicht alleine darauf setzen. Wie man Wähler*innen unter 35 am besten überzeugt ist den Teilnehmer*innen eines Juso-Bezirk-Seminars zum Thema „Wahlkampf“ vermittelt worden. Auch Vertreter*innen des Juso Unterbezirks Braunschweig sind vom 28.04. bis zum 30.04. in Wolfsburg dabei gewesen.

 

Gleich am ersten Seminartag hat Charlotte Rosa Dick aus dem Juso-Bundesvorstand ein innovatives Online-Tool für die Wahlkampfplanung vorgestellt. Anhand verschiedener Merkmale wie der Migrant*innenquote wird für die Straßen in den deutschen Städten und Gemeinden die Wahrscheinlichkeit dargestellt, mit der die Bewohner*innen die SPD wählen. Der Wahlkampf für die Bundestagswahl lässt sich dadurch effizienter gestalten: In welchen Straßen lohnt es sich Tür-zu-Tür-Wahlkampf zu machen, da dort besonders viele potenzielle SPD-Wähler*innen wohnen? In welchen Straßen sind die Chancen eher gering? Einen globaleren Blick auf den Wahlkampf von und für die SPD hat die anschließende Diskussionsrunde mit Falko Mohrs geboten, der im Wahlkreis 51 (Kreis Helmstedt, Stadt Wolfsburg, Samtgemeinden Brome und Boldecker Land) bei der Bundestagswahl antritt. Falko Mohrs hat jedoch nicht nur über politische Fragen diskutiert, sondern auch über seinen eigenen Werdegang innerhalb und außerhalb der Politik berichtet.

Ein weiteres Highlight hat der zweite Seminartag geboten. Bastian Till Nowak hat in einem spannenden Workshop praktische Tipps für den Wahlkampf auf Facebook vermittelt. Auf was muss bei Text-Beiträgen besonders geachtet werden? Welche Fotos eignen sich gut für die Veröffentlichung auf Facebook? Und auf was ist beim Liken und Teilen von Beiträgen zu achten? Die Teilnehmer*innen haben nicht nur auf diese und andere Fragen passende Antworten erhalten, sondern ihr neu erworbenes Wissen auch praktisch ausprobieren können. In Kleingruppen sind kurze Videos zu politischen Themen gedreht worden, die auf Facebook veröffentlicht werden können. Doch der Wahlkampf für die Bundestagswahl ist nicht das einzige Thema des Seminars gewesen. Am Samstagnachmittag hat Arne Zillmer, stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Niedersachsen, einen Vortrag zum Thema rechte Strukturen gehalten und ein Planspiel über die weltweiten Flüchtlingsströme geleitet. „Es ist auffällig, dass die Staaten der reichen Europäischen Union global betrachtet relativ wenige Flüchtlinge aufnehmen, obwohl sie finanziell dazu in der Lage wären“, fasst Enrico Hennig, Vorsitzender des Jusos Braunschweig, seine Erkenntnisse zusammen.

Das Seminar ist am Sonntag mit einer Präsentation und einer praktischen Übung zum Thema Projektmanagement für Wahlkampf-Aktionen zu Ende gegangen. Außerdem haben die Jusos einen kurzen Film für den Wahlkampf von Falko Mohrs gedreht. Es ist für alle Teilnehmer*innen ein interessantes Wochenende gewesen, das neben den Vorträgen und Workshops auch genug Zeit für Freizeitaktivitäten geboten hat. „Es war toll sich mit Jusos aus anderen Unterbezirken auszutauschen und auch eigene Erfahrungen weitergeben zu können“, sagt Eike Vogt von den Braunschweiger Jusos. Inhaltlich ist der Fokus vor allem auf moderne, innovative Wahlkampfaktionen gelegt worden, mit denen die Zielgruppe der unter 35-Jährigen angesprochen werden soll. Projektmanagement, Wahlkampf auf Facebook, computergestützte Wahlkampfplanung – die Erkenntnisse des Seminars werden den wahlkämpfenden Jusos zugutekommen.

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Spamschutz

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.