Keine Eintracht mit Nazis - Jusos auf dem antifaschistischen Fußballturnier der Ultras Braunschweig

 
 

Trotz durchwachsenen Wetters ließen es sich die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der Braunschweiger SPD (Jusos) nicht nehmen, wieder einmal am jährlichen antifaschistischen Fußballturnier der Ultras Braunschweig teilzunehmen. Am 25. Juni spielten auf dem Vereinsgelände vom VfB Rot-Weiß knapp 20 antifaschistische Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet bei Musik den Gewinner des Freizeitkicks aus - der sportliche Wettbewerb stand dabei aber im Hintergrund.

 

Bereits zum fünften Mal luden die Ultras Braunschweig zu Ihrem antifaschistischen Fußballturnier alle linken (Jugend-)Gruppen aus Braunschweig sowie zahlreiche Ultra-Gruppierungen aus dem Bundesgebiet ein, um ein Zeichen gegen rechte Gewalt und rechte (Hooligan-)Strukturen zu setzen. In einem Dokumentarfilmvortrag während einer Turnierpause stellten die Ultras die Entwicklung der rechten Braunschweiger Fangruppen, ihrer eigenen Situation und den Wünschen für die Zukunft dar. „Wir Jusos haben uns in den letzten Jahren häufig innerparteilich dafür eingesetzt, dass die Probleme der Ultras stärker in den Fokus der sozialdemokratischen Politik in der Stadt und Region führt“, so Enrico Hennig, Vorsitzender der Jusos Braunschweig. Der 29-jährige ergänzt hierzu weiter: „Aber auch wenn wir damit teilweise Gehör finden konnten, befinden wir uns zurzeit im Stillstand, was die Unterstützung von antidiskriminierender Fanarbeit angeht. Wir werden den heutigen Tag daher zum Anlass nehmen, das Thema wieder verstärkt auf die politische Agenda zu setzen.“

Keine Eintracht Mit Nazis 01

Auch wenn die sportlichen Ergebnisse an diesem Tag nur zweitrangig waren, konnten sich die Braunschweiger Jusos immerhin mit einem dritten Platz in der Vorrunde platzieren. „Trotz des Umstands, dass wir uns heute nur knapp nicht für die Viertelfinalspiele qualifizieren konnten, hatten wir alle viel Spaß bei diesem Turnier. Auch wenn uns der sportliche Erfolg nicht besonders wichtig war, werden wir im nächsten Jahr aber wieder versuchen, an unserem Erfolg aus dem Jahr 2015 anzuknüpfen“, so Hennig abschließend.

 


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